Prospire AG - Einleitung
Ihr Erfolg, unser Anspruch.

Leistungen

Markt und Wettbewerb zwingen Unternehmen, sich laufend neu zu positionieren. Wir bieten Ihnen Knowhow und Kapazität, um neben dem Tagesgeschäft die richtungsweisenden Veränderungen durchzuführen.

Prospire unterstützt Sie international, von der Geschäftsstrategie bis zur massgeschneiderten Umsetzung. Unsere Beraterinnen und Berater arbeiten mit den passenden Instrumenten, mit Knowhow und grosser Erfahrung.

Wir liefern mehr als das Resultat: Unsere individuelle und persönliche Beratung zielt auf eine nachhaltige Wirkung ab. Damit Ihr Unternehmen wie auch Ihre Mitarbeitenden längerfristig gestärkt werden.

Prospire AG - Leistungen und Methode

Methode

Wir orientieren uns am Ergebnis. Wir stehen für eine kompetente, auf das Unternehmen ausgerichtete Beratung und eine schnelle Umsetzung. Trends und Innovationen fliessen in den gesamten Beratungsprozess ein.

Wir unterstützen Sie in kritischen Situationen, wenn rasch gehandelt werden muss, um das Unternehmen oder ein wichtiges Vorhaben auf Kurs zu halten oder zu bringen.

StrategieentwicklungWir helfen Ihnen, Ihre Strategie zu überprüfen, an neue Rahmenbedingungen anzupassen und einen Weg aufzuzeigen, den Wert Ihres Unternehmens nachhaltig zu steigern.

Business TransformationMarktveränderungen oder neue Technologien erfordern oft eine grundlegende Anpassung des Geschäfts- oder Betriebsmodells. Unsere erfahrenen Berater setzen solche Transformationen von Geschäftsmodellen, Produkt- und Serviceangeboten oder Optimierungen der Innovationsfähigkeit sowie der operativen Effizienz massgeschneidert um. Wir bauen die Fähigkeiten Ihrer Organisation gezielt «on the job» aus und unterstützen mit systemischen Interventionen den Veränderungsprozess. So erreichen wir eine nachhaltige Transformation.

Smart OptimizingMit Smart Optimization stärken wir die Leistungsfähigkeit der Kernbereiche des Unternehmens und schaffen Kapazitäten für grössere Investitionen. Unser Vorgehen ist transparent, die Massnahmen sind auf die Unternehmensziele ausgerichtet und werden nachhaltig im Unternehmen verankert.

Lösungen für KMUsSituationen, wie der nächste Wachstumsschritt, die Akquisition und Integration eines Unternehmens, der Verkauf eines Unternehmens oder eines Teils davon oder die Erschliessung neuer Märkte bedeuten für Startups und KMUs aussergewöhnliche Herausforderungen. Wir unterstützen Geschäftsführer und Inhaber in der Vorbereitung mit unserem Knowhow und unserer Erfahrung und übernehmen in der Umsetzung ausgewählte Aufgaben und Funktionen. Unser lokales und internationales Netzwerk hilft Ihnen in neue Märkte vorzudringen.

Programm-Management und GrossprojekteDie Vorbereitung, Durchführung und Standortbestimmung Ihres Projektportfolios, von Programmen und Grossprojekten sind Basiskompetenzen unserer Berater. Nachhaltigkeit bedeutet hier: Projekte werden mit dem nötigen Aufwand geleitet und die Zusatzbelastung für Ihre Organisation klein gehalten – und gleichzeitig Ergebnis, Transparenz und Steuerbarkeit wie auch ein professionelles Stakeholder-Management gewährleistet.

Prospire AG - Über uns

Über uns

Wir sind unternehmerisch denkende Persönlichkeiten mit langjähriger Berufserfahrung in den führenden Unternehmensberatungen und bekannten Industrieunternehmen. Wir begleiten Sie in Ihren unternehmerischen Belangen und sind Ihr persönlicher Sparringspartner auf Geschäftsleitungsebene. Wir verbinden unsere Kompetenzen und Ressourcen mit Ihren, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen und den Erfolg Ihres Unternehmens zu sichern.

Prospire AG - Geschäftsführer
<h3>Nikolaus Guido </h3><a href="mailto:nikolaus.guido@prospire.com">nikolaus.guido@prospire.com</a><br>
Founding Partner Prospire AG, Dipl. Ingenieur ETH, Studium Elektrotechnik und Betriebs-und Produktionswissenschaften, ABB, Thomson CSF, Synpulse, McKinsey & Company, Finanzindustrie
Prospire AG - Dennis Flad
<h3>Dennis Flad</h3><a href="mailto:dennis.flad@prospire.com">dennis.flad@prospire.com</a><br>
Partner Prospire AG, lic.oec.HSG/MBA Universität St.Gallen, Studium der Betriebswirtschaft mit Vertiefung Marketing, Euro RSCG, HP, Telefónica, SIX, Credit Suisse, Fides Treasury Services, UBS, Arevos, Synpulse
Prospire AG - Andreas Mentel
<h3>Andreas Mentel</h3><a href="mailto:andreas.mentel@prospire.com">andreas.mentel@prospire.com</a><br>
Partner Prospire AG, BSc. University of Sydney, Studium in Pure Mathematics and Computer Science. Founding Partner Synpulse, Accenture, Texas Instruments Software, Capgemini Switzerland, Swisscom IT Services, IMPAQ Group, Trestle Group.
Prospire AG - Damien Taets van Amerongen
<h3>Damien Taets van Amerongen</h3><a href="mailto:damien.tva@prospire.com">damien.tva@prospire.com</a><br>
Principal Prospire AG, lic. oec. publ., Universität Zürich, Studium Betriebswirtschaft und Ökonomie. Trade und Export Finance, Cash Management, Treasury, Finance, IT und Business Analysis, Swiss Re, UBS, Arevos, Synpulse
Prospire AG - Armand Patrice Hofstetter
<h3>Armand Patrice Hofstetter</h3><a href="mailto:armand.hofstetter@prospire.com">armand.hofstetter@prospire.com</a><br>
MSc Hong Kong University of Science and Technology, Studium Betriebswirtschaft und Ökonomie. Trade Finance, Supply Chain Management, Rohstoffhandel, Business Analysis, Ferrexpo, Deutsche Bank, Arevos, Synpulse
 

Wir umgeben uns mit einem Netzwerk von hervorragenden Industrie- und Funktionsspezialisten, Projektleitern, Sales Managers, Vertriebsspezialisten und Partnerunternehmen, welches unsere Kompetenzen optimal ergänzt und bei Bedarf Zusatzkapazitäten einbringt.

Industrieschwerpunkte:

  • Finanzindustrie
  • Telekommunikation
  • Automobilindustrie
  • Gesundheitswesen
  • Transport und Logistik
  • IT Services
  • Rohstoffhandel

 

Funktionsbereiche:

  • Strategie
  • Mergers & Acquisitions
  • Innovation & Product Delivery
  • Vertrieb & Business Development
  • Operations
  • Supply Chain & Procurement
  • Daten- und Informations-Management
  • IT

 

  • Passioniert in dem, was wir tun
  • Respektvoll im Umgang mit anderen
  • Kompetente Persönlichkeit und Teamplayer
  • Kreativ in der Gestaltung
  • Individuell in der Lösung
  • Mutig im Diskurs

 

 

 

Prospire AG - Karriere

Karriere

Wir sind ein Unternehmen, das aussergewöhnliche Menschen mit unterschiedlichen Werdegängen und Fähigkeiten zusammenbringt. Sie sind eine unternehmerische Persönlichkeit, die intellektuelle Herausforderung sucht, die Verantwortung übernimmt, neue Wege einschlägt und für nachhaltige Lösungen steht.

Unser Beratungsunternehmen soll von Persönlichkeiten getragen werden, die mit Leidenschaft das beste Ergebnis für unsere Klienten liefern, ihre langjährige Berufserfahrung praxisnah einbringen, unsere Werte teilen und unser Unternehmen mit Tatkraft vorwärtsbringen. Als Partner in unserem inhabergeführten Unternehmen überzeugen Sie mit Engagement, Know-how, Ideenreichtum und ausgeprägten Soft Skills. Sie wollen gemeinsam etwas bewegen? Wir geben Ihnen eine Plattform als gleichberechtigter Partner. Sprechen Sie mit uns!

Sie schätzen ein dynamisches Umfeld und sind gerne am Puls der Zeit. Bei Prospire haben Sie die Möglichkeit Unternehmensstrategien massgebend mitzugestalten sowie ihr Industrie-Knowhow in einer Vielzahl von spannenden Projekten miteinzubringen. Machen Sie den nächsten Karriereschritt und bewerben Sie sich noch heute bei Prospire.»

Sie schätzen Ihre Unabhängigkeit und bestimmen Ihren beruflichen Weg. Ihre Leidenschaft sind Projekte mit konkreten nachhaltigen Ergebnissen. Sie schätzen den Austausch und die inhaltliche Auseinandersetzung in Ihrer Arbeit. Sie sind seit über 10 Jahren im Projektgeschäft und bringen Erfahrungen aus den führenden Unternehmensberatungen sowie aus Linienfunktionen mit. Wir interessieren uns für Sie! Sprechen Sie mit uns!

Prospire AG - Kontakt

Kontakt

Wir sind für Sie da. Um eine Idee zu besprechen, Lösungen für eine spezifische Aufgabe zu suchen oder bereits konkrete Ideen umzusetzen.

 

Prospire AGSchönhaldenstrasse 43
CH-8708 Männedorf
Telefon +41 44 219 77 00
Telefax +41 44 219 77 09
info@prospire.com
Prospire AG - Kontakt

News

Zürich, Schweiz 15. Mai, 2019

 Dennis Flad, Darren Wolley und Nik Guido

 

   

 

 

 

 

 

TrinityP3, das globales Marketing Management Beratungsunternehmen mit Sitz in Australien, und Prospire, die Zürcher Boutique-Beratung für Strategie und Performance, bilden zusammen ein Joint Venture um in der EMEA-Region ein breiteres Spektrum an Marketingberatungsleistungen zu bieten.

Die beiden Unternehmen bieten derzeit ergänzende Beratungsleistungen für Unternehmen an, die durch Marketing wachsen wollen. Prospire ist dabei auf Strategieentwicklung, strategische Produkt- und Serviceentwicklung und Innovation spezialisiert, während sich TrinityP3 sich auf die Verbesserung der Leistung und Produktivität der Marketingkommunikation konzentriert.

"Wir arbeiten mit unseren Kunden auf strategischer und operativer Ebene zusammen, um neue Produkte, Services und Leistungsorganisationen zu schaffen, welche am Markt einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Dabei sahen wir, wie viele Firmen oft in der Marketingkommunikation Probleme haben, die Initiativen effektiv auf den Markt zu bringen. Unsere Partnerschaft mit TrinityP3 ermöglicht es uns, unseren Kunden in EMEA eine umfassende Beratung in Marketing und Marketingkommunikation zu bieten ", sagt Dennis Flad, Partner bei Prospire.

TrinityP3 wurde in Australien gegründet und hat ihr Konzept in den letzten Jahren durch Joint Ventures nach Asien, Amerika und Großbritannien ausgeweitet. "TrinityP3 arbeitet nicht nur mit unseren Kunden, deren Einkaufsabteilungen und ihren Agenturen zusammen, sondern auch mit gleichgesinnten Personen und Organisationen, um unsere Philosophie über Marketing-kommunikationsmanagement und-methodik in die Welt zu tragen. Das Joint Venture mit Prospire stellt eine ideale Kooperation dar, bei der die Summe des Ganzen größer ist als die beiden Teile" sagt Darren Woolley, Global CEO von TrinityP3.

TrinityP3 wurde in Australien gegründet und hat ihr Konzept in den letzten Jahren durch Joint Ventures nach Asien, Amerika und Großbritannien ausgeweitet. "TrinityP3 arbeitet nicht nur mit unseren Kunden, deren Einkaufsabteilungen und ihren Agenturen zusammen, sondern auch mit gleichgesinnten Personen und Organisationen, um unsere Philosophie über Marketing-kommunikationsmanagement und-methodik in die Welt zu tragen. Das Joint Venture mit Prospire stellt eine ideale Kooperation dar, bei der die Summe des Ganzen größer ist als die beiden Teile" sagt Darren Woolley, Global CEO von TrinityP3.

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TrinityP3 ist ein globales Marketing Management Beratungsnetzwerk mit Hauptsitz in Sydney Australia und Niederlassungen in Singapur, London und New York. Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen bietet eine unabhängige Beratung bei der Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen für die sechs großen Herausforderungen für das Marketing, um eine verbesserte Leistung und Produktivität zu erzielen. Trinity spiegelt den Drei-Parteien-Ansatz zwischen Marketing, Finanzen und Agenturen wider, während P3 ihre Mission darstellt, diesen Menschen zu helfen, ihre kommerziellen Ziele durch einen kreativen Prozess zu erreichen.

Prospire ist eine Zürcher Beratung-Boutique für Strategie und Performance. Das 2014 gegründete Unternehmen bietet Beratungsleistungen in den Bereichen Strategieentwicklung, Produktmanagement und die Schaffung von Leistungsorganisationen an. Prospire setzt sich zusammen aus «Prosper» und «Inspire» und steht für einen wertorientierten Beratungsansatz: Eine Formel aus vielseitigem Denken, inspirierender Führung und der kollaborativer Evolution bildet für Prospire die Basis für die Planung von prosperierende Entwicklung eines Geschäfts und die nachhaltige Aktivierung einer Organisationen diese Pläne zu liefern. Die Berater von Prospire verfügen über langjährige Expertise durch Strategie-, Produktmanagement und Führungspositionen wie Finanzdienstleistungen, Informations-und Kommunikationsdienstleistungen, Marketing und Industrieproduktion.

Kontakt:
Dennis Flad, Partner, Prospire, dennis.flad@remove-this.prospire.com; +41 78 651 7777
Darren Woolley, Global CEO, TrinityP3 darren@remove-this.trinityp3.com +61411126176

 

Hamburg/Zürich, 16. April 2019. Die Strategie- und Umsetzungsberatung Thede Consulting CH und die Boutique-Beratung Prospire gehen eine Kooperation im Bereich Zahlungsverkehr ein. Gemeinsam erweitern die Unternehmen damit ihre Kompetenzen in Unternehmens- und Produktstrategie, Geschäftsentwicklung und Innovation in den Bereichen Payment, Retail und Corporate Banking sowie Loyalty. Damit bieten sie ihren Kunden künftig noch vielseitigere Unterstützung.

Mit ihrer Partnerschaft entwickeln Thede Consulting CH und Prospire ihr jeweiliges Leistungsangebot und Prozesswissen weiter und verknüpfen ihre Schwerpunkte und Fachexpertise mit den Kompetenzbereichen des Partners. Dies kommt insbesondere Kunden in den Bereichen Zahlungsverkehr, Handel, Versicherungen und Automotive zugute, die sich aktuell mit einer Vielzahl von Herausforderungen und neuen Wettbewerbssituationen konfrontiert sehen.

Fokus auf Payment, Retail, Corporate Banking und Loyalty

„Digitalisierung, Regulierungen und Internationalisierung machen das Geschäft für unsere Kunden immer komplexer und vielfältiger. Durch die Kooperation können wir künftig unsere Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette begleiten“, so Jens Hegeler von TC. „Ein tiefes nationales Verständnis kombiniert mit einem internationalen Netzwerk in unterschiedlichen Branchen stellt die Basis für unseren gemeinsamen Beratungsansatz dar, um mit innovativen Geschäftsmodellen den Erfolg unserer Kunden zu sichern“, ergänzt sein Geschäftspartner Andre Standke.

Beide Unternehmen streben eine langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit an und sehen sich als gemeinsame Sparrings-Partner. Prospire profitiert von der langjährigen Expertise seines neuen Partners, während TC für den Marktausbau in der Schweiz einen markterfahrenen Partner gewinnt.

Kundennutzen durch breiteres Know-how

„Die Zusammenarbeit in Netzwerken ist der wichtige Eckpfeiler im Beratungsmodell von Prospire. Zusammen mit TC können wir für unsere Kunden immer die richtigen Teams und Spezialisten für die Herausforderungen im Payment und Loyalty stellen“, so Dennis Flad von Prospire. „Innovation ist immer das Ergebnis von mehreren Parteien entlang einer gemeinsamen Wertschöpfungskette“, fügt sein Geschäftspartner Nikolaus Guido hinzu.

Mit ihrer gemeinsamen Herangehensweise an die Strategie und die Umsetzung von Programmen wollen TC und Prospire neue Maßstäbe in der Betreuung ihrer Kunden im Kartengeschäft, Zahlungsverkehr und Distanzgeschäft setzen. Auch im Bereich Loyalty ergeben sich Synergien durch die Erfahrung mit komplexen Datenanalysen auf der einen und die darauf basierende Entwicklung von zukunftsfähigen Geschäftsmodellen auf der anderen Seite. „Gerade in unseren Unterschieden ergänzen wir uns hervorragend“, so das gemeinsame Credo.

ÜBER THEDE CONSULTING CH AG

Thede Consulting arbeitet an der nächsten Generation nahtloser und kanalübergreifender Zahlverfahren. Als Strategie- und Umsetzungsberatung unterstützt TC europaweit Entscheider aus den Segmenten Financial und Mobility Services sowie Retail und Loyalty, um schnelle, quasi unsichtbare Bezahlprozesse zu entwickeln. Unsere Kernkompetenz ist der Einsatz neuer Techniken, beispielsweise für das Bezahlen im Auto (Connected Car), mit Wearables oder per Sprach-Assistenten sowie die Auswertung wertvoller Customer Insights zur Kundenbindung.

ÜBER PROSPIRE AG

Prospire ist eine inhabergeführte Boutique für Strategie- und Performanceberatung. Prospire Berater nutzen ihre langjährige, fachspezifische Berufserfahrung und ein Expertennetzwerk für individuelle Problemstellungen des Kunden. Prospire entwickelt Strategien in sich wandelnden Märkten, übersetzt diese in stimmige Dienstleistungen, Produkte und Marketingpläne und hilft Organisationen, sich fit zu machen, um diese Pläne zu liefern. Prospire unterstützt Unternehmen im Finanzbereich sowie im Payment und Transaction Banking im Speziellen.

 

THEDE CONSULTING CH AG

Pressekontakt: Kay Schöning

Seestraße 18a
 CH-8806 Bäch
 T +41 41 7103747
info@remove-this.thede.ch
www.thede.ch
PROSPIRE AG



Bahnhofstrasse 78
CH-8001 Zürich
T +41 44 2197700
info@remove-this.prospire.com
www.prospire.com

 

 

 

Crypto currencies and initial coin offerings (ICO) provide attractive service and revenue opportunities but come with compliance and operational risks. Gazprombank Switzerland, Synpulse and Prospire reveal how crypto currency accounts and ICO support can be offered in corporate banking in a compliant, efficient and secure way.

Authors: Edouard Hurstel | David Steiger | Dennis Flad | Heinrich Frankenbach

 

 

Among cryptofriendly nations, Switzerland has positioned itself in a top rank. Proof of this is the «Crypto Valley» in Zug. It has become a globally recognized center of crypto innovation and domicile of some of the most recognized initial coin offerings (ICO). Especially the vehicle for ICO has become very popular in the start-up scene. ICO enable young companies to raise funding by issuing tokens as digital assets. Buyers of such tokens gain tradeable assets. These assets, in turn, grant access to a future service of the start-up (like a voucher) promise a certain return based on predefined rules (like a smart contract). Often, the funding is paid in established crypto currencies (e.g. Bitcoin, Ethereum). After collecting the funds, the start-ups have huge amounts of crypto currencies in their wallets. But they face three key issues during the process:

  • Many banks do not offer ICO start-ups bank accounts. This is due to uncertainty about the ICO’s unregulated business. Banks are concerned that they may support illicit activities.
  • Start-ups need to exchange crypto currencies into fiat currencies. This will enable them to pay their ongoing expenses or invest in business development. However, as described in The Magazine 1-2018 int’l, banks refrain from cooperating with ICO start-ups. They do not accept deposits of crypto currencies due to compliance risks. It is therefore difficult for start-ups to make use of their existing funds.
  • The start-ups’ wallets are mostly held by a broker or wallet provider, but not by a bank. Safekeeping of the crypto holdings is an expensive task, as it requires a sophisticated security concept. Most brokers and wallet providers are start-ups with limited funding themselves. Along with the safekeeping issue, there is counterparty risk.

These examples highlight the demand for banking services for ICO start-ups in the blockchain and crypto currency environment.

Regulatory framework for crypto banking

In February 2018 the Swiss Financial Market Supervisory Authority (FINMA) published «guidelines for enquiries regarding the regulatory framework for initial coin offerings (ICOs)». It provides the first regulatory framework for crypto currencies and, hence, reduces the risk of banks not being compliant when doing business with the ICO sector. Some banks see great opportunities in the crypto area and believe the guidelines are a starting point for developing service offerings. For banks, the opportunities in this space are attractive as they can leverage their banking license as well as their core capabilities, that is extend them to the specifics of crypto currencies.

Crypto banking services To address the demand of institutional and corporate clients in the blockchain space, three crypto banking services must be established:

  • safekeeping of wallets and crypto currencies;
  • investments in crypto currencies; and
  • inbound and outbound transfers of crypto currencies.

Safekeeping of crypto currencies and providing crypto wallets is similar to providing and securing bank accounts. Investing in crypto currencies is already well established in the Swiss financial market (e.g. Falcon Bank, Swissquote). Here, bank clients can buy and sell crypto currencies by debiting their fiat currency accounts and exchanging them for crypto currencies. We see the transfer of crypto currencies as the next step for crypto banking. This can be done by transfer to a beneficiary’s crypto currency wallet (outbound) from an originator’s crypto currency wallet (inbound) outside the bank. Essentially, this service is like a crossborder payment with traditional fiat currencies.

Approach for a Successful Crypto Initiative

  • Level the playing field and enable the management team to understand and assess the potential of blockchain technology.
  • Start with the client experience and then determine the gaps and risks in the system along the client journey.
  • Go beyond fiat standards and use the technological advantages of crypto currencies to mitigate risk.

Based on these three crypto banking services, banks can provide a variety of services to their client base. Or they can serve blockchain and crypto start-ups. Such service could include ICO execution, ICO financing and ICO investment banking.

Five challenges for crypto banking services

Banks who want to offer cryptorelated services need to be aware of the specific challenges and risks. This is especially true when it comes to offering inbound and outbound transfer of crypto currencies. We identified several issues that banks need to solve to be legally compliant

1. Safekeeping and segregation of wallets

  • segregated crypto wallets for the bank’s clients; and
  • a safekeeping solution for crypto currencies, wallets and private keys.

2.  Unknown counterparty and legal framework

Unlike with current fiat payments, the beneficiary or originator is not an account holder at a regulated bank respecting the same standards like «Know Your Customer» (KYC), «Anti Money Laundering» (AML) and «Financial Action Task Force» (FATF). The beneficiary or originator is an unknown identity hidden behind a public wallet key. To bring crypto transfers into a regulated environment, due diligence on the beneficiary or originator needs to be done. Unmasking the originator would also make the crypto transfer similar to today’s payments.

3. Use of crypto coins from illicit sources

To comply with AML regulation, the history of transactions needs to be explored in the fiat world. The client needs to declare this history to the bank. The blockchain, however, offers an advantage that can be used to increase the level of confidence among regulators and compliance specialists regarding the transfer. The blockchain stores every transaction in a history that can be analyzed. It can be identified from which wallets a specific coin has been transferred. If this wallet was connected to illicit activities in the past, the blockchain can reveal this by analyzing the transaction history and then calculating an AML risk score. This score indicates whether it is recommended to execute the transfer with the beneficiary’s or originator’s wallet.

4. Core banking integration of cryptos

Crypto currencies need to be integrated into existing core payment processes and systems. Our view is that existing payment processes may be used for crypto payments after being slightly adjusted. an overview of the outbound transfer process and the difference between current payment processes is highlighted.

 

 

5. Investor protection of crypto currency specifics

Crypto currencies are more volatile than fiat currencies. Additionally, liquidity might be an issue if the crypto currency is not well known and therefore not traded frequently. In order to protect its clients, a bank should carefully select among the crypto currencies provided. Additionally, clients must be made aware of the risks before they invest in crypto currencies. Other measures to mitigate risk to the client are limit orders, loss reporting and investments without leverage.

Success factors for new services-setup

Based on our experience, it is crucial for banks to find viable solutions for the challenges presented. These must be checked with their clients, the regulator and those responsible at the bank. We have identified some general factors behind the success of a crypto initiative.

Educating the bank’s leadership and all project managers at the beginning of the initiative is crucial so that they all understand the basic concepts of blockchain and crypto currencies. This will enable an assessment of the opportunities and risks related to blockchain, distributed ledger technology and crypto currencies. The bank’s solution should also focus on leveraging existing processes and frameworks for payments. While the technology and many of its features are new, the payment services essentially remain the same. It is, however, necessary to adapt the processes to comply with regulatory requirements and to take into account crypto currency specifics.

Our assessment shows that by dealing thoroughly with the challenges described and applying the success factors, banks can access the field of crypto product and service offerings.

This analysis is based on an initiative of Gazprombank Switzerland Ltd. (https://gazprombank.ch/)

 

 

2008 wurde das Whitepaper «Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System» von Satoshi Nakamoto veröffentlicht. Seit nunmehr zehn Jahren sind Kryptowährungen in aller Munde. Sie ermöglichen neue Geschäftsmodelle, bergen aber auch Risiken. Die Akteure brauchen neue Konzepte, um ihre gesetzlichen Sorgfaltspflichten zu erfüllen.

Autoren: Eric Stehli | Dennis Flad

Compliance-Regelwerke dienen vor allem dazu, kriminelle Geldflüsse, Geldwäsche, Terrorfinanzierung, organisierte Kriminalität sowie Steuerhinterziehung oder -vermeidung zu unterbinden. Entsprechend ist deren Umsetzung kein Selbstzweck. Vielmehr ist es aus dem Bedürfnis der Gesellschaft entstanden. Die Ausnutzung des Finanzsystems durch kriminelle Subjekte soll damit bekämpft werden. Die Geschäfte müssen so geführt werden, dass dies sichergestellt wird. Banken und Finanzinstitute sind die Akteure, die diese Regeln vertreten und umsetzen.

Eine Frage der Werte

Es ist daher anzunehmen, dass die Gesellschaft die etablierten und erforderlichen Regeln gegen Geldwäsche und Kriminalität auch in der neuen Welt der Kryptowährungen und im Handel mit «Digital Assets» umgesetzt sehen will. Finanzinstitute müssen sich dabei bei der Umsetzung der Sorgfaltspflichten jedoch einigen Herausforderungen stellen. Die Haupteigenschaften und Stärken der Blockchain-Technologieliegen in der freien Zugänglichkeit, dezentralen Datenhaltung und Unabhängigkeit von Intermediären wie zum Beispiel Clearinghäuser oder Börsen. Transaktionen können direkt zwischen Teilnehmern einer Blockchain abgewickelt werden. Jede Transaktion wird mithilfe von einem autonomen Algorithmus nach mathematischen Regeln auf ihre Echtheit, Deckung und Finalität validiert. Ein Vorteil, aber auch ein Problem, bei der Blockchain-Technologie ist, dass die Inhaber von Konten, sogenannten Wallets (deutsch: Brieftaschen), anonym sind. Transaktionen werden lediglich durch die Eingabe eines privaten Verschlüsselungskennworts(Private Key) in Auftrag gegeben. Daten zu den Inhabern von «Wallets» werden bei den meisten aktuellen Blockchain-Lösungen nicht mitgeliefert. Sie bleiben unbekannt. Dafür sind alle ein- und ausgehenden Transaktionen eines Wallets in der Blockchain chronologisch gespeichert und für alle Teilnehmer an dieser Blockchain einsehbar. So lässt sich zum Beispiel die Deckung einer Transaktion mit den notwendigen digitalen Vermögenswerten einfach überprüfen.

Herausforderungen bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen

Unter geltendem Schweizer Recht – und auch in umliegenden Staaten – sind virtuelle Kryptowährungen keine gesetzlichen Zahlungsmittel und kein Buchgeld, das durch ein gesetzliches Zahlungsmittel unterlegt ist. Die Schaffung und Herausgabe von virtuellen Währungen sind nach Schweizer Recht bewilligungsfrei zulässig. Die Nutzung virtueller Währungen für Zahlungen sind grundsätzlich ebenfalls nicht dem Bankengesetz unterstellt, sofern ein Kontext zur Gegenleistung (Erwerb von Waren und Dienstleistungen) gegeben ist. Auch mit Bezug auf das Betreiben einer Handelsplattform gilt: Es erfolgt keine Unterstellung unter das Bankengesetz, wenn die Plattform lediglich die Parteien des Grundverhältnisses (Kauf von Gütern, Erbringung von Dienstleistungen) zusammenführt bzw. die Transaktionen den Parteien zuordnet. Gewisse Geschäftsmodelle erfordern hingegen eine Bankbewilligung. Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn beim Wechsel von virtuellen inoffizielle Währungen und umgekehrt die Währungen von Kunden gewerbsmäßig auf eigenen Konten entgegengenommen werden. Können die Einleger nicht jederzeit ohne Mitwirkung des Verwahrers über die Währungseinheiten verfügen und bleiben daran lediglich obligatorisch berechtigt, entstehen Verbindlichkeiten gegenüber den Einlegern im Sinne von Art. 5 Bankverordnung, sodass es sich um Publikumseinlagen handelt. Dasselbe gilt, wenn der Verwahrer die Währungseinheiten verzinst und auf diese Weise Gewinn erzielt. Auch wenn keine Bankbewilligung erforderlich ist, unterstehen gewerbsmäßige Tätigkeiten mit virtuellen Währungen dem Geldwäschegesetz. Letzteres hat einen weiteren Anwendungsbereich als das Bankengesetz, weil es für alle sogenannten Finanzintermediäre gilt. Unter diesen Begriff fallen sämtliche natürliche und juristische Personen, die berufsmäßig fremde Vermögenswerte annehmen, aufbewahren oder helfen, sie anzulegen bzw. zu übertragen. Darunterfallen gemäß Art. 52 in Verbindung mit Art. 2 littera c der Geldwäscheverordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA auch Händler von virtuellen Währungen oder anderen digitalen Vermögenswerten wie «Initial Coin Offerings». Als relevante Geld- oder Wertübertragungsgeschäfte in diesem Zusammenhang gelten der Transfer von Vermögenswerten durch Entgegennahme von virtuellen Währungen oder sonstigen Zahlungsmitteln und die Auszahlung einer entsprechenden Summe in virtuellen Währungen. Daraus folgt, dass die für virtuelle Währungen einzuhaltenden Sorgfaltspflichten denjenigen für die Geld- und Wertübertragung gleichgestellt sind. Außerdem bedeutet dies, dass Händler von virtuellen Währungen und Vermögenswerten sich einer Selbstregulierungsorganisation anschließen müssen bzw. die Direktunterstellung bei der FINMA für erforderlich ist. Die Pflichten eines Finanzintermediärs werden unterteilt in sogenannte Sorgfaltspflichten zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung und Pflichten bei Geldwäscheverdacht. Eine konsequente Umsetzung der jeweils anwendbaren Sorgfaltspflichten ist jedoch aufgrund der technischen Besonderheiten und Anonymität bei Blockchain-Transaktionen mit großen Schwierigkeiten verbunden. Die Handelstätigkeiten im Zusammenhang mit Kryptowährungen und digitalen Vermögenswerten ziehen potenzielle Risiken im Bereich der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung nach sich, die gemäß der gesetzlichen Sorgfaltspflichten zu kontrollieren wären. Dies wird noch dadurch verschärft, dass nicht festgestellt werden kann, in welchem Land die Wallets gehalten werden. Somit müsste jede Transaktion als potenzielle grenzüberschreitende Transaktion(Cross-border-Transaktion) angesehen werden, und die anspruchsvolleren Regeln der internationalen Financial Action Task Force (FATF) müssten angewendet werden. Doch die üblichen KYC- (know your client) und KYT- (know your transaction) Anforderungen können ohne weitere Zusatzdienste und Deklarationspflichten der Auftraggeber oder Empfänger nicht sichergestellt werden. Zudem ist fraglich, ob die Identität des Auftraggebers oder Empfängers einer Zahlung im Verdachtsfall nachträglich von den Strafverfolgungsbehörden in Erfahrung gebracht und für die Ermittlungen verwertet werden kann.

Gemeinsame rechtliche Rahmenabkommen schaffen Vertrauen

Im traditionellen Bankgeschäft ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor die Bildung einer gegenseitigen Vertrauenskultur. Diese Regel ist auch zentral für die Zweckerfüllung bei Blockchain-Lösungen. Die Teilnehmer an einer Blockchain müssen auf ein gemeinsam gültiges Regelwerk für die Verarbeitung und Finalisierung von Transaktionen vertrauen können. Medienmitteilungen, dass Handelsplatzbetreiber gehackt oder Blockchains«geforked»i  wurden, tragen dem Vertrauen in die zugrundeliegende Technologieanwendung nicht gerade bei. Damit für die Erschaffung und Markteinführung sowie für das Halten und die Verbreitung von Kryptowährungen nicht eine staatliche Kontrolle erforderlich wird, müssen dieMarktakteure ein gemeinsames rechtliches Rahmenwerk(Legal Framework) und damit eine Vertrauenskultur zwischensämtlichen Beteiligten an einer Blockchain schaffen. Straftaten wie Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung sollen schließlich nicht durch Kryptowährungen verschleiert werden können. Soweit regulierte Finanzmarktteilnehmer auf die Blockchain als Technologie zurückgreifen, böte die Beaufsichtigung des Instituts eine Grundlage für solche Legal Frameworks.

Von der alternativen Anlageklasse zu Transaktionswährung

Bisher ermöglichen Banken ihren Kunden, Kryptowährungen als Asset für die Anlage zu nutzen. Die direkte Möglichkeit, Zahlungen in Kryptowährungen über Banken zu tätigen, ist bisher erst in der Entwicklung. Unter anderem wird eine Erweiterung des «Whitelisting»-Ansatzes diskutiert. Sender und Empfänger von Kryptowährungen identifizieren sich gegenüber den am Netzwerk teilnehmenden Banken und können so zweifelsfrei einem (nichttransferierbaren) Wallet zugeordnet werden. Damit könnte man die regulatorischen Sorgfaltspflichten im Zahlungsverkehr innerhalb dieser Kundengruppe korrekt abwickeln. Das Wallet- und Transaktions-Whitelisting kann vorerst nur durch die klassische Kundenidentifikation mittels persönlicher Identifikation zustande kommen. Somit fordert es einen Umweg aus der digitalen in die analoge Welt und ist nur innerhalb eines durch die Teilnehmer zertifizierten Netzwerkes umsetzbar. Denn das Konzept macht nur dann Sinn, wenn die Wallets kontrolliert gehalten werden, also nicht jederzeit an eine dritte, nicht identifizierte Person übertragen werden können. Des Weiteren muss die Herkunft der Coins (Geldeinheit einer Kryptowährung) hinter einer Transaktion geprüft werden. Dies wird unter Zuhilfenahme von dedizierter Analyse-Softwareangegangen. Einer der Vorteile der Blockchain besteht ja darin, dass Transparenz über alle historischen Transaktionen im Zusammenhang mit einem Wallet besteht. Dies kann zur Bekämpfung von Geldwäsche ausgewertet werden. Anhand spezialisierter Algorithmen werden Aktivitäts- und Transaktionsdaten abgeglichen und analysiert, ob die Coin seines Wallets ganz oder teilweise aus unrechtmäßigen Transaktionen stammen. Die Analysesoftware berechnet dann für jedes Wallet ein Risikoprofil. Je nach technischem und vertraglichem Setup kann eine Bank dann kontaminierte Wallets, die «Bad Coins» enthalten, aus dem Verkehr ziehen bzw. für weitere Transaktionen sperren. Schnell wird klar: Damit klassische Finanzdienstleister ihren Kunden eine Verwendung von Kryptowährungen als Asset oder Zahlungsmittel anbieten können, müssen die Anwendungsfälle klar eingegrenzt, die Regeln für die Anwendungsfälle eindeutig definiert und deren Einhaltung überwachtwerden. Nur so können die banken- und geldwäscherechtlichen Pflichten umfassend erfüllt werden. Somit sind auch bei einer dezentralen Technologie einzelne gemeinsame zentrale Komponenten nötig – insbesondere in der Compliance.

Aufwand und Ertrag

Falls das Interesse an einer Verwendung von Kryptowährungen als Asset oder Zahlungsmittel auf Kundenseite genügend groß ist und sich immer mehr Akteure an einem solchen Netzwerk beteiligen, ist es natürlich möglich, dass die heutigen «Early Adaptors» die Spitzenreiter von morgen werden. Eine solche großflächige Beteiligung ist momentan noch nicht im Markt umgesetzt worden. Es ist jedoch ein für die Zukunft denkbares Szenario. Aus der Blockchain-Technologie kann sich durchaus ein künftiges weltweites Netzwerkentwickeln, das die Nutzer als Standard betrachten werden – so wie heute das Internet. Es wird die Art und Weise, wie wir Geschäfte miteinander tätigen, fundamentalverändern. Die Rede ist gar von einem weltumspannenden «Internet of Value», wo Akteure (Menschen oder Maschinen) autonom und direkt digitale Werte austauschen können. Wie dieses weltweite Netzwerk und die darin agierenden Teilnehmer jedoch reguliert und kontrolliert werden sollen, ist aktuell noch spekulativ. Ob sich der Aufwand für die Lösungsfindung – die Kosten und das eingegangene Risiko – schlussendlich lohnt im Vergleich zu den möglicherweise erzielbaren Erträgen, wird sich zeigen; ebenso, ob unter den «geschützten» Umständen immer noch ein großes Bedürfnis seitens des Marktes bestehen wird. Wir glauben, dass diejenigen Unternehmen, die die Blockchain aus Sicht der Bedürfnisse ihrer Kundennutzen, erfolgreich sein werden.

Am Anfang der Reise

Das grundsätzlich große Potenzial der Blockchain-Technologiewurde schon vielfach beschrieben. Damit die Vereinbarkeit von Blockchain und Compliance gegeben ist, istjedoch die Einhaltung gemeinsamer Standards in einem rechtlichen Rahmenabkommen notwendig. Solange die Mehrheit der Akteure eine Blockchain als bloße Technologie und nicht als gemeinsames Netzwerk sieht, werden sich keine Standards zu den gesellschaftlichen Sorgfaltspflichten entwickeln. Noch sind die Anwendungen der Blockchain-Technologie und damit eigentlich auch die Kryptowährungen weiterhin auf dem Weg, sich von einer Randerscheinung in die gesellschaftliche Normalität zu bewegen. Wünschenswert ist insbesondere, dass die gesellschaftlich verankerten «Sorgfaltspflichten» auch in der Blockchain gewährleistet werden. Damit eine interoperable Lösung mit weniger Reibungsverlust und Kompromissen möglich wird, empfiehlt sich eine enge Zusammenarbeit der Vorreiter dieser Entwicklung mit den Regulierungsbehörden. Dabei sollte das Know-how im Bereich Blockchain, Kryptowährung, Recht und Compliance effizient und effektiv vereint werden. Mit vereinter Expertise und Kraft könnten valide Lösungen entwickelt werden.

 

i Eine «Fork» ist eine technische, bewusst herbeigeführte Spaltung der Blockchain. Je nach Philosophie arbeitet danach ein Teil der «Miner» auf Basis der ersten Version, um den nächsten Block zu finden; der Rest auf Basis der zweiten. In der Blockchain landet stets der Block, der die meisten Nachfolger aufweist. Somit sind zunächst beide Blockchains gültig. Wenn sich die Mehrheit der Miner infolge auf die Richtigkeit einer Version der Blockchain-Kette einigt, stirbt die zweite Version ab und wird zu einem sogenannten «Stale Block». Einigen sich die Miner nicht, gibt es plötzlich zwei parallele Blockchain-Welten, wie dies z.B. bei «Ethereum» mit Ethereum und Ethereum Classic nach dem «DAO-Hack» passiert ist.

  • Breiteres Beratungsspektrum für Banken, Versicherungen und Fintechs.
  • Prospire und Arevos bündeln Know-how unter einer Marke


Mit der Partnerschaft erweitern sowohl Prospire als auch Synpulse ihr Leistungsportfolio mit der Expertise des jeweils anderen, um den gemeinsam betreuten Kunden in einem sich ständig verändernden Markt- und Wettbewerbsumfeld ein breiteres Spektrum an Dienstleistungen anbieten zu können.

Die erweiterte Prospire AG ergänzt das Portfolio von Synpulse um Beratung in den Bereichen Unternehmensstrategie, Geschäftsentwicklung und Produktdesign. Synpulse erweitert mit den Kompetenzzentren «Digital Banking», «Operational Excellence» und «Regulatory & Compliance» die gemeinsame Expertise in den Bereichen Projektmanagement, Business Process Engineering und Technologie.

«Die Partnerschaft mit Prospire ist eine weitere perfekte Ergänzung zum Wachstumsplan von Synpulse. Mit Prospire erweitern wir unsere Kompetenzen in der Strategie- und Produktmanagementberatung und erschließen neue Kundengruppen. Die Tatsache, dass sich das Unternehmen im Besitz von Synpulse-Alumni befindet, macht die langfristige Zusammenarbeit äußerst effektiv», sagt Raphael Jung, Managing Partner bei Synpulse.

«Die Fusion mit Prospire, unser Boutique-Konzept und die starke Partnerschaft mit Synpulse werden unsere Pläne, neue Kundensegmente zu erschließen, beschleunigen. Damit stellen wir die Weichen für ein erfolgreiches Wachstum der Strategieberatung für Finanzdienstleister, Technologieanbieter und Start-ups», sagt Dennis Flad, Geschäftsführer von Arevos und zukünftiger Partner von Prospire.

«Die Fusion mit Arevos in Verbindung mit der intensivierten Zusammenarbeit mit Synpulse ist die perfekte Gelegenheit, das Franchise und die Reichweite von Prospire auszubauen und mit erstklassigen Mitarbeitern und Fachwissen zu ergänzen. Ich freue mich auf unsere Joint Ventures», sagt Nikolaus Guido, Gründer von Prospire.

Arevos wird mit Prospire fusionieren und künftig unter einer einzigen Einheit und Marke operieren. Das neue Unternehmen gehört Nikolaus Guido, dem Gründer von Prospire und Alumni von McKinsey und Synpulse, Dennis Flad, ehemaliger Geschäftsführer von Arevos, und Andreas Mentel, Unternehmer und Gründungspartner von Synpulse.

Die Fusion von Arevos mit Prospire wird bis zum 1. Januar 2019 abgeschlossen sein. Das neue Unternehmen wird seinen Hauptsitz in Zürich haben. 


Über Prospire:
Die Prospire AG ist eine inhabergeführte Beratungsboutique, die eng mit einem spezialisierten Netzwerk zusammenarbeitet, um Unternehmen in veränderten Markt- und Wettbewerbsbedingungen neu zu positionieren. Sie unterstützt ihre Kunden auf internationaler Ebene, von der Geschäftsstrategie bis zur maßgeschneiderten Umsetzung. Zu den Kunden gehören vor allem Unternehmen aus der Finanzbranche. Weitere Branchen sind Telekommunikation, Gesundheitswesen, Automotive, Transport, Logistik, IT-Dienstleistungen und Rohstoffhandel.

Über Arevos:
Die ehemalige Arevos AG war spezialisiert auf die Beratung in den Bereichen Produktstrategie, Produktumsetzung sowie Business Development. Zu den Kunden gehörten Finanzdienstleister, Corporate Treasurer, Technologieanbieter und Fintechs. Tätigkeitsschwerpunkte waren Blockchain-Technologie, Handelsfinanzierung, Zahlungsverkehr, Cash Management sowie die gemeinsame Zusammenarbeit mit Fintechs.

Über Synpulse:
Synpulse ist eine international etablierte Managementberatung und ein geschätzter Partner vieler der weltweit größten Finanzdienstleistungsunternehmen. Seit der Gründung im Jahr 1996 unterstützt Synpulse Banken und Versicherungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Konzeptentwicklung und deren operativer Umsetzung bis hin zur technischen Umsetzung und Übergabe. Synpulse zeichnet sich durch sein fundiertes Branchenwissen sowie die Leidenschaft und das Engagement seiner mehr als 350 Mitarbeiter aus. Synpulse ist mit Büros in Zürich, Genf, Düsseldorf, Frankfurt, Bratislava, Wien, Singapur, Hongkong, New York und London vertreten.

Die Handelsfinanzierung mit ihren manuellen, umständlichen, oft teuren Prozessen scheint geradezu prädestiniert für den Einsatz der Distributed-Ledger-Technologie. Eine frühzeitige Einführung birgt jedoch erhebliche operative und finanzielle Risiken. Mit geeigneten Adaptionsstrategien gelingt es, diese abzuschwächen.

Autoren: Damien Taets van Amerongen | Heinrich Frankenbach

Die weltweite Handelsfinanzierung ist für Banken ein Multi-Milliarden-Dollar-Markt, der in den nächsten Jahren stetig wachsen soll. Die Abwicklung von Kontokorrent und dokumentarischen Handelsfinanzierungsgeschäften ist jedoch heute noch mit einem hohen manuellen Aufwand und papierbasierten Prozessen verbunden. Es ist daher wenig verwunderlich, dass der Bereich Trade Finance für technologische Innovationen prädestiniert ist, um die Prozesse einfacher, schneller und kostengünstiger zu gestalten. Derzeit wird geprüft, ob die jüngste Entwicklung der Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologie (DLT) zu einer gewissen Schmerzlinderung und zu zusätzlichen Gewinnen in der Branche führen könnte. Diese Bewertung wird von verschiedenen Konsortien (gemeinsame Programme von Teilnehmern wie Banken, Exporteuren, Importeuren, Hafen- und Schifffahrtsunternehmen usw.) entlang verschiedener Teile der Wertschöpfungskette der Handelsfinanzierung durchgeführt. Nach unserer Markteinschätzung befinden sich diese Konsortien noch in einem experimentellen Stadium. Erste Konzepte wurden in den Jahren 2016 und 2017 vorgelegt, erste Pilottransaktionen wurden 2018 erfolgreich abgeschlossen, und einige Konsortien streben bereits 2019 einen produktiven Zustand an. Ziel der Konsortien ist, so schnell wie möglich eine produktive Implementation des Konzeptes anzubieten, um einen First-Mover-Vorteil zu erreichen, Standards für die Branche zu setzen und sich als Innovationsführer zu positionieren.

Marktradar für Trade-Finance-Konsortien

Die Vielzahl der laufenden Marktinitiativen ist schwer überschaubar, da jeden Monat neue Projekte angekündigt werden. Arevos, eine Tochtergesellschaft der Synpulse-Gruppe und internationale Boutiqueberatung für Produktstrategie und -management, hat hierzu einen Marktradar entwickelt. Dieser kategorisiert die wichtigsten Handelsfinanzierungsinitiativen mit starker Bankenbeteiligung und vergleicht sie anhand ihrer Produktschwerpunkte. Der Marktradar hat vier Kategorien für Konsortien, die sich auf Folgendes konzentrieren:

  1. Finanzierung von Handel auf offener Rechnung (z.B. Supply Chain Finance, Lieferanten- oder Debitorenfinanzierung);
  2. eine hybride Form/Kombination aus Finanzierung von Handel auf offener Rechnung und dokumentarischer Handelsfinanzierung;
  3. die Replikation der traditionellen dokumentarischen Handelsfinanzierung;
  4. strukturierte Finanzierung und Syndizierung.

Der Marktradar vergleicht die Anwendungsfälle mit den erwarteten Transaktionsvolumina. Eine Übersicht über die Vergleichskonsortien ist in 1 dargestellt.

Im Hinblick auf die Fortschritte gibt es einige Konsortien mit ersten Erfolgsgeschichten, während andere bereits wieder zu verschwinden scheinen. Das Gesamtergebnis des Wettlaufs um den First-Mover-Vorteil ist jedoch noch offen: Der größte Teil der erforderlichen Investitionen steht noch aus. Die Konzepte der ersten Testtransaktionen können daher aktuell noch nicht in den Produktionszustand und in erste marktfähige Angebote überführt werden.

Herausforderungen für Banken

Neben der notwendigen technischen Entwicklung zur produktiven Nutzung der Blockchain- und DLT-Technologie für die Handelsfinanzierung stehen Banken vor zusätzlichen Herausforderungen bei der Anpassung der Technologie an ihr aktuelles Geschäftsmodell.

Neben der allgemeinen Herausforderung der Blockchain- Akzeptanz gibt es derzeit keine technisch standardisierte Lösung auf dem Markt. Diese Umstände werden sich aus dem aktuellen Kampf um den First-Mover-Vorteil noch weiter verschärfen. Es ist wahrscheinlich, dass die erste produktive Lösung, die einen großen Teilnehmerkreis aufweisen kann, weitere Early Adopters anziehen wird. Mit jedem weiteren Netzwerkteilnehmer und erfolgreich auf der Blockchain ausgeführten Handelstransaktion könnte das jeweilige Konsortium so der neue De-facto-Industriestandard werden.

Während ein hoher Standardisierungsgrad des Handelsfinanzierungssektors von den Endkunden gewünscht wird, hat dies für einige der beteiligten Banken verschiedene Nachteile. Bei größerer Transparenz der angebotenen Dienstleistungen und weniger Differenzierungsmöglichkeiten (z.B. Korrespondenzbankabdeckung, Servicelevel, Abwicklungsgeschwindigkeit usw.) könnte der Wettbewerb allein durch den Preis getrieben werden, was letztlich einige Banken aus dem Handelsfinanzierungsmarkt verdrängen könnte.

Blockchain und DLT gehören noch nicht zum Tagesgeschäft der Trade-Finance-Abteilungen. Daher wird es für die Mitarbeiter eine Herausforderung sein, sich neben ihren täglichen Aufgaben an einer solchen neuen Initiative zu beteiligen. Selbst in technologisch fortgeschrittenen Banken werden Blockchain-Themen oft von technisch versierten Innovations- und IT-Teams anstatt von den Fachabteilungen vorangetrieben. Anreize sind in vielen Fällen der durch den Innovations-Hype entstehende Druck, die erwarteten Marketing-Möglichkeiten oder einfach nur die Angst, etwas zu verpassen. Trade-Finance-Teams stehen oft vor viel unmittelbareren Herausforderungen, wie z.B. einer verstärkten Regulierung, Kosteneinsparungszielen und einer verschärften Wettbewerbssituation. Darüber hinaus ist es für Banken sehr zeitaufwendig, sich das notwendige Wissen über Blockchain und DLT anzueignen, um proaktiv an der Definition zukünftiger Industriestandards mitzuwirken.
Die Banken müssen daher Strategien entwickeln, wie sie mit diesem stärker werdenden Trend umgehen können. Wir sehen in der Handelsfinanzierung vier grundlegende Strategien für die Einführung von Blockchain bei Banken.

Ansätze für die Einführung bei Banken

Die von uns identifizierten Strategien für Banken sind:

  1. Warten & ignorieren

Diese Strategie ignoriert alle Aktivitäten rund um Blockchain und DLT für die Handelsfinanzierung. Banken halten am aktuellen Geschäftsmodell fest und warten, dass sich eine blockchainbasierte Lösung entwickelt, ohne sich einem Konsortium anzuschließen. Dies ist sicherlich die billigste der identifizierten Strategien, es fehlt jedoch die Möglichkeit, das Wissen und Können der Bank zu diesem Thema zu erweitern und Zugang zu neuen Technologien zu erhalten.

  1. Warten & aktiv beobachten

Die zweite Strategie umfasst, dass Banken aufgrund der diskutierten Herausforderungen keinem Konsortium beitreten. So können Banken mit den aktuellen Marktentwicklungen in diesem Bereich Schritt halten, um einer der Early Mover zu werden. Sie können weitere erfolgreiche Testtransaktionen oder Produktionsmeldungen frühzeitig erkennen und die Aktivitäten ihrer direkten Konkurrenten überwachen, um nicht im Wettbewerb zurückzufallen, wenn sich andere Banken in Richtung Blockchain-Adoption bewegen. Diese Strategie ist nur mit minimalem Aufwand verbunden, jedoch fehlt der Aufbau von internem Know-how, was eine potenzielle Einführung zu einem späteren Zeitpunkt erschwert.

  1. Beteiligen & beitragen

Die dritte strategische Option empfiehlt den Banken, sich einem bestehenden Konsortium anzuschließen. Durch diese Vorgehensweise bewerten die Banken ihren strategischen Fahrplan zum Einsatz von DLT gründlich. Bereits im Voraus bewerten sie, welches Konsortium einen relevanten Anwendungsfall entwickelt, überprüfen die strategische Eignung von Konsortium und Bank und den erwarteten Nutzen bzw. den Beitrag, den die Bank bei einem Konsortium leisten kann. Diese Strategie verlangt von den Banken, aktiv zu investieren und sich an der Erprobung der neuen Technologie und Definition zukünftiger Geschäftsmodelle und Industriestandards zu beteiligen.

  1. 4Gründen & führen

Nicht zuletzt sehen wir eine strategische Option für Banken, ein eigenes Konsortium zu gründen, Akteure entlang ihrer Wertschöpfungskette zu begleiten und einen Technologiepartner zu finden sowie bestehende Kunden aus ihrem Trade-Finance-Geschäft in dieses Netzwerk zu integrieren. Sie können diese Initiative anführen. Somit nehmen sie am Wettlauf um neue Lösungen teil, die als zukünftiger Industriestandard dienen könnte. Diese Option ist sicherlich die teuerste und risikoreichste, bietet den Banken aber das größte Potenzial, neue Geschäftsmöglichkeiten zu entwickeln und zu nutzen.

Den richtigen Ansatz finden

Die Banken müssen beurteilen, welche der vorgeschlagenen strategischen Optionen am besten zu ihrer Situation und Risikobereitschaft passt. Bei der Beurteilung sind die eigene Wachstumsstrategie, spezifische Kundenbedürfnisse, die Produktpalette und die internationale Präsenz zu berücksichtigen. Für weitere Vor- und Nachteile der diskutierten Ansätze haben wir eine Übersicht erstellt, siehe 2.

Die Bewertungskriterien zur Auswahl der passenden Strategie sind:

  • erforderliche Aufmerksamkeit (von der Bank und ihren Mitarbeitern),
  • erforderlicher Aufwand (Kosten und FTE),
  • Chancen (die sich aus der Initiative ergeben können),
  • Risiko (z.B. Kunde, Markt; verbunden mit der Wahl der Option).

Handlungsempfehlung

Banken müssen ihre aktuelle Situation zusammen mit ihrer Sicht auf das Blockchain-Potenzial und die strategische Eignung für den Einsatz dieser Technologie bewerten. Sie sollten Szenarien erstellen, um die Auswirkungen der neuen Technologie auf ihr spezielles Betriebsmodell zu untersuchen. Als Grundlage für eine fundierte Analyse empfiehlt sich eine erste Schulung der Mitarbeiter, um Blockchain-, DLT- und Konsortien-Know-how innerhalb der Organisation zu entwickeln

In einem Monat tritt die Payment Service Directive 2 (PSD2) der Europäischen Kommission in Kraft. Bis im September 2019 müssen zusätzlich die Regulatory Technical Standards (RTS) umgesetzt werden. Was bedeutet die PSD2 und RTS für das Produktportfolio einer Bank und wo wird sie die heutigen Spielregeln im Payments und Cash Management Markt nachhaltig verändern?

Autoren: Dennis Flad | Damien Taets van Amerongen

Am 13. Januar 2018 tritt die PSD2 offiziell in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union in Kraft. Die EWR-Staaten folgen mit einer Verzögerung von 9 Monaten. Noch immer gibt es viele verschiedene Interpretationen rund um die PSD2. Diese reichen von einem Abstreiten der Relevanz bis zu einer Endzeitstimmung für das Geschäftsmodell der eigenen Bank. Was ist nun richtig und wichtig bei der PSD2?

Mehr als nur «Open Banking»

Viele sehen in der PSD2 eine Erweiterung der bisherigen PSD mit der Auflage der Open Banking Schnittstelle für sogenannte Payment Initiation Service Provider (PISP) und Account Information Service Provider (AISP). Diese Annahme ist insofern nicht korrekt, als dass die PSD2 mehrere weitere Ziele verfolgt:

  • Mehr Transparenz für die Kunden
  • Stärkung der Konsumentenrechte
  • Mehr Sicherheit für die Konsumenten
  • Mehr Innovation im Zahlungsverkehrs- und Cash Management Markt

Die PSD2 hat umfassende Auflagen zur Gebührentransparenz und Informationen für Konsumenten. Die Kosten hinter einer Zahlung sollen für die Kunden einer Bank transparent und leicht verständlich offengelegt werden. Damit äussert die Kommission auf indirektem Wege ihren Unmut über den undurchschaubaren Gebühren-Jungle. Durch die Vorschrift, den Kunden vor Vertragsabschluss sowie nach jeder Transaktion «alle Entgelte» auszuweisen, möchte die Kommission den Preisvergleich zwischen Anbieter einfacher machen und damit den Markt effizienter gestalten. Banken mit komplexen Gebührenmodellen sind daher gut beraten, ihre Preislisten grundlegend zu überdenken. Ein weiterer Punkt ist die Stärkung der Konsumentenrechte. Mit der PSD2 werden den Banken umfassende Auflagen zum Risiko- und Betrugsüberwachung (Fraud-Monitoring) übertragen. Zudem haften unter der PSD2 Payment Service Provider ultimativ im Fall von Betrugsfällen. Wenn ein Kunde die Autorisation einer Zahlung bestreitet, muss die Bank beweisen können, dass sie den Kunden richtig authentifiziert hat, die Transaktion richtig prozessiert und keine technischen Fehler in ihren Systemen vorlagen. Bezüglich der Artikel zu Transparenz oder zur Risiko- und Betrugshaftung macht die PSD2 keine Unterscheidung zwischen elektronischem und nicht-elektronischem Zahlungsverkehr. Das heisst, dass man die Aufträge, welche persönlich oder am Telefon, sowie via Post, Fax oder Email erteilt werden, auf diese Aspekte prüfen muss. Während die PSD2 für Aufträge über elektronische Kanäle (zum Beispiel Email) zwingend eine starke Kundenauthentifizierung, die sogenannte Strong Client Authentication (SCA) verlangt, kann eine Bank bei traditionellen Kanälen einen risikobasierten Ansatz wählen. Das heisst, sie kann auf eine Prüfung von zwei unabhängigen Identifikationsmerkmalen verzichten. Sie muss aber im Falle eines Betrugs für den fälschlich überwiesenen Betrag aufkommen.

Starke Nutzerauthentifizierung auf allen Kanälen?

Es stellt sich somit die Frage, ob die SCA nicht flächendeckend über alle Kanäle angewendet werden sollte. Dabei authentifiziert man einen Kunden mit Hilfe von mindestens zwei unabhängigen Identifikationsmerkmalen, welche etwas sein kann was der Kunde weiss (z.B. Passwort), etwas was der Kunde hat (z.B. Tokengerät) oder etwas was der Kunde ist (z.B. biometrische Identifikation). Die Regeln zu Transparenz und Risiko- und Betrugshaftung treten per 13. Januar 2018 in Kraft. Sie gelten für alle Transaktion von Konten, welche für den Zahlungsverkehr genutzt werden können, unabhängig davon ob es sich um Konten im Retail-, Firmen- oder Privatkundengeschäft handelt. Die PSD2 unterscheidet nicht zwischen Bankentypen.

Offene Schnittstellen flächendeckend ab 2019

Die PSD2 umfasst ebenfalls Artikel, welche die Banken verpflichten, bestimmte technische Auflagen zu erfüllen:

  • Generierung eines «Authentisierungs-Codes» basierend auf der starken Kundenauthentifizierung
  • «Dynamic Linking» des Authentisierungs-Codes mit dem Betrag und Begünstigten einer Transaktion
  • Auflagen bei der Generierung von personalisierten Sicherheitsmerkmalen
  • Umfassendes Risiko- und Betrugsmonitoring
  • Schaffung von offenen Schnittstellen für die Übermittlung von Zahlungsaufträgen und den Abruf von Kontoinformationen

Diese Auflagen sind in der RTS der EBA im Detail erklärt. Die RTS definiert nicht die technischen Standards per se, sondern was die Standards, welche die nationalen und internationalen Standardisierungsgremien schaffen, erfüllen müssen. Grundsätzlich ist jede Bank frei, welche Standards sie einführen möchte, solange sie von anerkannten Gremien herausgegeben wurden. Die RTS sind ergänzend zur PSD2 und müssen von den Payment Service Providern innerhalb von 18 Monaten nach deren in Krafttreten umgesetzt sein. Vorausgesetzt das Europäische Parlament und der Rat stimmen den RTS zu, müssen diese bis September 2019 implementiert sein. Wichtig ist hier, dass für die offene Schnittstelle ein verkürzter Zeitplan gilt. Denn die Banken haben in den RTS die Auflage mindestens 6 Monate vor der Live-Schaltung der neuen Schnittstelle, die Spezifikationen zu veröffentlichen und eine Testing-Plattform anzubieten. Auch hier macht die PSD2 keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Bankentypen. Die Auflagen gelten für alle Banken mit Zahlungskonten.

Offene Schnittstellen als Chancen für Banken

Mit der offenen Schnittstelle können Technologieanbieter und Drittbanken auf Konten Zahlungstransaktionen auslösen, sowie Kontoinformationen beziehen. Dies verändert insbesondere das Multibanking wie wir es heute kennen. Anstatt beispielsweise über SWIFT wird man neu über Open Banking Schnittstellen seine Konten bei verschiedenen Banken verwalten können. Da die offenen Schnittstellen zu den gleichen Gebühren angeboten werden müssen wie das Online Banking, wird Multibanking massiv günstiger und attraktiver für international tätige Firmen und Privatpersonen. SWIFT ist aber nicht der einzige Intermediär, der von der neuen Konkurrenz durch offene Schnittstellen betroffen ist. Banken könnten neben Gratis-Schnittstellen für die PSD2 auch kostenpflichtige Schnittstellen anbieten. (Zum Beispiel für Debitkartenherausgeber) Statt über Schemes wie Mastercard oder Visa zu gehen, könnten Autorisationsanfragen und Zahlungen über eine direkte API-Schnittstelle vom Kartenherausgeber initiiert werden. Der Unterschied zur obligatorischen Schnittstelle, welche eine Bank unter der PSD2 für sogenannte «Card-Issuing Payment Service Provider» (CIPSP) anbieten muss, und einer solchen Debitkarten-Schnittstelle ist nicht sehr gross. Dies sind nur zwei Beispiele, wo offene Schnittstellen das Marktgefüge nachhaltig verändern können und dies nicht nur zum Nachteil der einzelnen Institute. Offene Schnittstellen können ferner auch für die Distribution von Bank-, Kredit- und Anlageprodukten genutzt werden. Natürlich gibt es auch negative Seiten. Der Konkurrenzkampf zwischen den Banken, Finanzintermediären und Technologieprovidern wird sich intensivieren. Auch werden Kunden vermehrt klassische Funktionen von Banken selbst übernehmen. Bereits heute betreiben viele Konzerne ein professionelles Inhouse-Banking, welches sich von den Dienstleistungen einer Bank kaum mehr unterscheidet. Es lohnt sich daher, die Produktstrategie und das Produktportfolio zu überdenken und sich auf eine neue Welt mit verschiedenen offenen API-Schnittstellen einzustellen – unabhängig welches Geschäftsmodell man als Finanzinstitut fährt. Wir bei Arevos können Ihnen helfen eine passende Produkte Strategie zu entwickeln. Kontaktieren Sie uns umgehend.

Schleichend verlieren die Banken die Hauptbankbeziehung zu ihren Kunden. Immer mehr Nicht-Banken und Payment Service Provider erobern sich Marktanteile durch Innovation, konkurrenzfähige Preise und hohe Servicequalität.

Autoren: Dennis Flad | Moritz Falck

Vor dem Einzug der Digitalisierung und des Internets hatten Banken die finanzielle Primärbeziehung zu ihren Kunden inne. Alle finanziellen Bedürfnisse, ob Giro- oder Sparkonto, Zahlungsverkehr, Hypothek oder Portfoliomanagement, wurden vom traditionellen Bankhaus abgedeckt. Diese Primärbeziehung ist seit einiger Zeit unter Druck. Diverse NichtBanken und Spezialdienstleister breiten sich in traditionellen Bankdomänen aus: Apple, Google oder Paypal bieten neue Möglichkeiten im Zahlungsverkehr; Internetbanken stellen Girokonten zum Nulltarif zur Verfügung; oder automatisierte Anlagealgorithmen, wie etwa WealthFront, verwalten Kundenvermögen im «Autopilot-Modus». Was bedeutet dieser schleichende Verlust der Berührungspunkte mit dem Kunden – die sogenannten Client Touch-Points – für die Banken und inwiefern zeigt sich das im Markt?

Weshalb löst sich die Hauptbankbeziehung auf?

Vordergründig haben Internet und Digitalisierung die ehemals exklusive Beziehung zwischen Bank und Bankkunde aufgeweicht. Das ist zweifellos richtig, doch trifft es nicht ganz den Kern der Sache. Das klassische Bankenmodell stützt sich auf der Alleinstellung der Bank als Vermittlerin zwischen Angebot und Nachfrage von finanziellen Dienstleistungen. Das ist die Kernaufgabe einer Bank. Sei dies nun das Zusammenführen von Einlagen und Krediten, die Abbuchung und Gutschrift von Zahlungen oder der Kauf und Verkauf von Wertschriften. In allen Fällen ermöglicht die Bank, dass sich Angebot und Nachfrage finden. Die Bank ist also im weitesten Sinne ein Marktplatz. Da es sich bei Finanzen um ein sehr wertvolles «Gut» handelt, muss die Bank hohen Standards der Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit genügen. Dies stellt sie durch das Einhalten strenger staatlicher Vorgaben, Spezialisierung und den Aufbau einer langjährigen Reputation sicher. Internet und Digitalisierung fordern dieses klassische Modell jedoch heraus. Die digitalen Technologien bieten standardisierte Plattformen, auf denen die Marktkräfte zwischen Angebot und Nachfrage ohne Zeitverzögerung und ohne physische Präsenz der teilnehmenden Parteien zusammenkommen. Darüber hinaus sind Preise und Kosten meistens wesentlich tiefer. Dank der hohen Anpassungsfähigkeit digitaler Technologien und der fortlaufenden Verbesserung der Sicherheitstechnik wird es auch alternativen Finanzintermediären möglich, das Kundenvertrauen zu gewinnen. Wenn diese Produkte und Dienstleistungen noch preiswerter, einfacher und schneller anbieten als traditionelle Banken, dann hat der Kunde wenig Anreiz, seine Finanzgeschäfte ausschließlich bei der Hausbank zu tätigen. Angebot und Nachfrage zusammenzubringen, ist kein exklusiver «Service» mehr. Die Hausbank verliert Marktanteile.

Payment Services Directive 2 (PSD2) und ihre Auswirkungen

Im November 2015 hat der EU-Ministerrat die Einführung von PSD2 beschlossen. Die EU möchte mit der Direktive die Innovation bei Finanzdienstleistungen fördern, aber auch die Rechte der Konsumenten im digitalen Zahlungsverkehr besser schützen. Auflagen zur Schaffung von Kostentransparenz, zur Offenlegung der maximalen Transaktionsdauer, der Zwang zur starken «Two-Factor»-Kundenauthentisierung sowie der Übertragung der ulitmativen Haftung bei unauthorisierten Zahlungen an die Banken sind allesamt wichtige Bestandteile von PSD2. Ferner stellt der Zugang zu Kontoinformationen und Zahlungsverkehr durch Drittparteien eine wesentliche Neuerung dar. Das Kernelement der Vorlage ist letzlich der Zugang zum Kundenkonto zur Initiierung von Zahlungsaufträgen und dem Aggregieren von Kontodaten. Banken müssen Drittparteien den Zugriff gratis und ungehindert zur Verfügung stellen. Dies ermöglicht Drittparteien neue multibankfähige Zahlungsmethoden und Finanzdienstleistungen, wie zum Beispiel persönliche Finance Manager für Privatkunden oder grenzüberschreitende Cash Management Lösungen für KMUs in den Markt einzuführen. Die PSD2 unterscheidet hierbei zwei Typen von Drittparteien. Erstens, die AISP (Account Information Service Provider), welche Kontoinformationen beziehen können. Zweitens, die PISP (Payment Initiation Service Providers), die dank der finanziellen Korrespondenzdaten innovative Zahlungsalternativen entwickeln könnten. Für die Banken heißt das nicht nur größere Konkurrenz, sondern auch höhere Infrastukturkosten. Sie müssen besagte Konto- und Finanzdaten über eine Application Programming Interface (API) Plattform zur Verfügung stellen. Das zieht erhebliche Investitionsausgaben nach sich. Die Direktive hat ferner zur Folge, dass Bankkonto, Kunde und Verkäufer direkt vernetzt werden. Angebot und Nachfrage rücken somit noch näher. All dies findet innerhalb des vom Gesetzgeber überwachten EU und EWR-Raums statt, womit ein hohes Maß an Rechtssicherheit und Konsumentenschutz gewährleistet ist.

Vom Account Information Service Provider zum Marktplatz

Obschon zahlreiche Auswirkungen der Direktive noch im Verborgenen liegen, zeichnen sich immer mehr konkrete Anwendungsmöglichkeiten ab. PSD2 ermöglicht es etwa Account Information Service Providern, Kunden mit mehreren Bankkonten ein einzelnes Portal anzuzeigen und zur Verfügung zu stellen. Der Service Provider seinerseits bekommt damit Transparenz, nicht nur über die Gebühren und Kosten bei den jeweiligen Banken, sondern auch Einsichten in das Kaufverhalten und die finanziellen Verhältnisse der Kunden. Daten, mit denen sich Vergleichsdienste, Cross-Selling-Kanäle und Marktplätze schaffen lassen. Eine ähnliche Entwicklung hatten wir bereits beim Internet. Anfängliche Vergleichsportale wie Comparis sind längst wichtige Broker und Marktplätze für Autos, Hypotheken oder Versicherungen, inklusive Bonitätsprüfung, geworden. Mit Spannung ist hier ebenso die neue Direktive zum Datenschutz zu beobachten, welche aktuell in Brüssel in der Vernehmlassung ist. Vielleicht wird diesen Geschäftsmodellen mit der Auswertung von sensiblen Finanzdaten automatisch ein Riegel vorgeschoben. Auch im eigentlichen Zahlungsverkehr kann die Direktive schwerwiegende Auswirkungen haben. Der offene Zugang für Payment Initiation Service Provider fördert Zahlverfahren, welche auf dem Prinzip der Überweisung basieren. Dies hat Auswirkungen auf das klassische Kartengeschäft, allen voran das Debitkartengeschäft. Durch die offenen Schnittstellen lassen sich Parallelsysteme zu den heutigen Clearing-Häusern (z.B. PayPal) einfach mit Liquidität speisen. Zahlungen können so zwischen Käufer und Verkäufer in Echtzeit abgewickelt werden, ohne dass eine Bank direkt involviert wird. Damit schiebt sich ein neuer Intermediär zwischen Käufer und Verkäufer, der ebenfalls seine Transakitonskosten gedeckt haben will. Das Resultat für das Kreditkartengeschäft sind weiter sinkende Margen und der Verlust der Kundenbindung.

Strategien für die neue Welt

Banken können zwischen zwei Strategien im Umgang mit der Payment Services Directive wählen. Sie können sich reaktiv verhalten und die gesetzlichen Auflagen zu Kostentransparenz, Konsumentenschutz, starker Kundenauthentisierung im Electronic Banking sowie die offenen Schnittstellen für Drittpartien pflichtbewusst umsetzen. Partnerunternehmen von Synpulse und Arevos bieten hierzu modulare und flexible Middleware-Softwarelösungen an, welche die Umsetzung effizient und einfach machen. Je nach Kundenstamm und Kerngeschäft der Bank kann diese Strategie ausreichen. Das Gros der Banken sollte aber eine aktive Strategie wählen. Die Bank kann die Payment Services Directive selbst als Chance nutzen, um ihren Privat- und Firmenkunden bessere Multibank-Dienstleistungen anzubieten. Dies muss sie nicht immer alleine tun, sondern kann diese auch in Kooperation mit innovativen FinTechs angehen, die sich selbst gegen die großen Techriesen aus dem Silicon Valley durchsetzen müssen. Mit Arevos hat Synpulse eine spezialisierte Boutiqueberaterin mit erfahrenen Produktmanagern aus der Bankbranche geschaffen, um unsere Kunden bei innovativen Kooperationen entlang einer gemeinsamen Wertschöpfungskette zu unterstützen.

Nach dreissig Jahren erfolgreich im Betrieb wird die Swiss Interbank Clearing Lösung erneuert. Die Schweizer Finanzindustrie nutzt diese Erneuerung auch, um den Schweizer Zahlungsverkehr auf internationale Format zu migrieren und Zahlungsverfahren zwischen den Banken und der Postfinance zu harmonisieren. Doch was als Harmonisierungsprojekt startete wurde in der Zwischenzeit schon vom Markt überholt. Neue digitale Lösungen fordern die herkömmlichen Lösungen heraus. Aus der Harmonisierungsstrategie muss eine flächendeckende Digitalisierungsstrategie werden, welche die Produktportfolios aller Banken betrifft. Ansonsten gehen die Banken als Verlierer aus dem «Kampf der Portale» hervor.

Die Zukunft ist schon von der Zukunft überholt

Jede leistungsfähige und marktrelevante IT-Plattform muss regelmässig erneuert werden. So auch das Swiss Interbank Clearing. Im Rahmen dieses Grossprojektes diskutierten die Banken und Postfinance auch, ob und wo man den Zahlungsverkehr zusätzlich Harmonisieren und Standardisierung kann. Daraus entstand ein umfassendes Programm, welches folgendes vorsieht:

  • Ablösung der proprietären Interbank- und Kunde-Bank-Formate (DTA) durch ISO-Formate
  • Ablösung des roten und orangen Einzahlungsscheins durch einen Einheitseinzahlungsschein mit QR Code,
  • Zusammenlegung und Erneuerung der E-Rechnungs- und Lastschriftverfahren

Ein langjähriger Migrationsplan sah eine stufenweise Einführung der neuen Standards und Lösungen vor. In den letzten Jahren hat sich die Welt aber stark verändert. Entlang der Wertschöpfungskette des Zahlungsverkehrs entstanden neue Lösungen und Konzepte. So bieten heute cloudbasierte Buchhaltungssystem digitale Rechnungsstellung und – präsentation an. Dabei werden die Rechnungs-details auf geschützte Internetportale geladen. Der Rechnungsempfänger erhält dann eine persönliche Email mit einem sogenannten Smartlink zu seiner Rechnung auf dem Portal. Solche Portale vereinfachen zudem vor allem bei KMU die Interaktion zwischen Rechnungssteller und seinem externen Treuhänder, der die Buchhaltung führt. Bezahlt werden solche Rechnungen heute noch via klassischer Überweisung im Online Banking (Cut and Paste). Einige Banken planen oder haben aber bereits direkte Application Programming Interfaces (API) in ihr Online Banking – ein technischer Ansatz der mit der Einführung der EU Payment Service Directive II (PSD2) zum Standard in Europa wird. Aber auch Mobile Payment Lösungen wie Twint können wahrscheinlich zukünftig für die Rechnungszahlung genutzt werden. Dabei scannt der Konsument einen QR Code mit den Zahlungsdetails, der ihm im Portal präsentiert wird, und autorisiert die Zahlung in seiner Mobile Payment App. Wenn die App direkt an das Bankkonto des Konsumenten gehängt ist, dann ist der Unterschied zu einer klassischen Überweisung im Mobile Banking marginal. Die neuen Rechnungspräsentations- und Zahllösungen haben auf die bestehenden Banklösungen wie E-Rechnungen, Mobile Banking oder auch E-Banking-Schnittstellen signifikante Auswirkungen. Wenn ich zum Beispiel alle meine Rechnungen auf einem Portal der Swisscom oder Schweizer Post präsentiert und archiviert bekomme, wozu brauchet man noch E-Banking? Wenn ich alle meine Rechnungen direkt auf Portalen der Rechnungssteller signieren und mittels API Schnittstelle einliefern kann, wozu brauche ich dann noch ein Online Banking? Wenn ich auf einem Rechnungsportal die Credentials meiner Mobile Payment App hinterlegt habe – das sogenanntes Card-on-File-Verfahren – wozu braucht man dann noch ein Lastschriftverfahren? Und die wichtigste Frage: Wenn alternative Lösungen Volumen von den bestehenden Gemeinschaftswerken wie E-Rechnung oder Lastschrift abziehen, wie tragen wir die Fixkosten dieser bestehenden Lösungen noch?  

 

«Alter Wein in neuen Schläuchen» reicht nicht mehr aus

Die Schweizer Banken und die Postfinance müssen ihre bestehenden Lösungen im Electronic Bill Presentment und Payment (EBPP) grundlegend überdenken. Nur eine Erneuerung und Harmonisierung der traditionellen Lösungen, reicht nicht aus. Neue Lösungen sind nötig, um die Digitalisierung im Zahlungsverkehr nicht nur zu fördern, sondern zu besitzen. Die Ablösung der Einzahlungsscheine mit der QR-Rechnung ist hier ein wichtiger, wenn auch unangenehmer Schritt. Er zwingt die Rechnungssteller und Konsumenten sich mit digitalen Lösungen der Banken auseinanderzusetzen und alte Verhaltensmuster in der Rechnungsstellung und der Bezahlung abzulegen. Die Mobile Banking Apps als QR Code Scanner erhalten hier eine zentrale Rolle. Mit der Einführung der QR-Rechnung muss auch jeder Rechnungssteller seine Prozesse umstellen. Dieser Moment sollte von den Banken aktiv genutzt werden, um mit den Rechnungsstellern zu diskutieren, ob sie ihren Rechnungsprozess nicht vollständig auf digitale Kanäle umstellen wollen. Eine Kombination aus E-Rechnung und Emailrechnung erscheint hier am sinnvollsten. Die E-Rechnungslösung wird momentan innerhalb des Projektes LEON der SIX Paynet erneuert. Neben der Schaffung eines gemeinschaftlichen Portals, welche die Banken in ihr Online Banking integrieren können, werden auch die Registrierungsprozesse für E-Rechnung vereinfacht. Neu werden sich Konsumenten für E-Rechnungen auch direkt beim Rechnungssteller anmelden können und nicht, wie heute, nur indirekt im Online Banking. Dank diesem neuen Produkt-Feature können Rechnungssteller vollständig auf digitale Rechnungsstellung umstellen: E-Rechnung für die Bankkunden, welche E-Rechnung haben wollen, und Emailrechnung für alle Kunden, welches sich noch nicht für E-Rechnung registriert haben.  

«Kampf der Portale» – Wer übernimmt die Führungsrolle in der Digitalisierung?

Jede Schweizer Banken steht vor einer wichtigen Fragestellung: Sollen sie die Einführung der QR-Rechnung und das Projekt LEON nutzen, um die Digitalisierung in der Rechnungsstellung aktiv zu fördern, oder sollen die knappen Ressourcen für andere Initiativen genutzt werden? Klar ist, dass die Digitalisierung in der Rechnungsstellung kommt und damit der «Kampf der Portale». Die Kosteneinsparungen bei der Emailrechnung sind für den Rechnungssteller zu attraktiv, als dass er nicht umstellen möchte. Damit die Bankenlösungen im Electronic Bill Presentment and Payment kompetitiv sind, sind nicht zur ihre Einfachheit und «Convenience» für den Rechnungsempfänger und -steller zu steigern, sondern auch das Transaktionsvolumen und damit die Skaleneffekte. Wenn die Kosten für den Rechnungssteller nicht auf das Niveau von Emailrechnungen fällt, ist die Lösung nicht attraktiv. Die Banken sollten sich zudem bewusstwerden, dass die Konkurrenten zur E-Rechnung nicht nur Startups wie PEAX sind, sondern auch etablierte Marken wie die Schweizerische Post (siehe E-Post Office), Swisscom (siehe Docsafe) oder die Softwarefirma Abacus (siehe Abaninja) handelt.

Situation und Aufwand nicht unterschätzen

Die Einführung der QR-Rechnung und der neuen E-Rechnungslösung der neuen Six Paynet sollten als Anlass zur Förderung der Digitalisierung und Festigung der Kundenbindung genommen werden. Aber auch wenn man sich als Bank für eine passivere Rolle entscheidet, sollte man die Aufwände der anstehenden Migration nicht unterschätzen. Mit der QR-Rechnung kommt ein neues Verfahren, welches Front- und Backendprozesse und Applikationen betrifft. Scanning und Verarbeitungsstrassen für den beleggebundenen Zahlungsverkehr sind anzupassen und zu testen. Die Prozesse an den Kundenschnittstellen (z.B. Mobile Banking App) sind zu ändern. Und schlussendlich braucht es eine umfassende Informationskampagne an Rechnungssteller und Rechnungsempfänger. Sie sind zu motivieren, ihr herkömmliches Verhalten grundlegend zu ändern und sich über die Digitalisierung dieser Prozesse Gedanken zu machen. Das ist eine anspruchsvolle und knifflige Kampagne. Arevos, die spezialisierte Boutiqueberatung für Produktmanagement und Business Development im Fintech- und Innovationsbereich von Synpulse, kann den Banken bei Produktstrategiefindung zu den anstehenden Migrationen beratend zur Seite stehen. Synpulse und Arevos unterstützen zudem bei der Einführung der QR-Rechnung oder der neuen gemeinschaftlichen EBPP-Lösungen in der Impact-Analyse, Umsetzung in Front- und Backend sowie in Migration der Kunden auf die neuen Lösungen.

Over the last few years, Blockchain and distributed ledgers have become the new buzzwords accompanied with the idea that it will change the world for good since it will help to reduce fraud risk, enable better compliance and ensure faster transaction finalization. But what is the real impact of these buzzwords on us? While it is undisputed that these topics create significant new opportunities for everyone involved, distinguishing current reality from hype remains a battle for most of us and one on which we seek to shed some light.

The Importance of Trust

Trust forms the foundation of our society and can be defined as «assured reliance on the character, ability, strength, or truth of someone or something» or simply put «one in which confidence is placed». Whether you are crossing the road, flying in a plane or paying a bill, you trust the people and systems to act and behave as you expect them to, without thinking too much about it. Trust is, however, not always easily established or maintained and additional measures are needed to strengthen confidence in a specific system, e.g. the police and legal systems to maintain law. If money or assets are involved, trust becomes even more difficult to obtain, especially in transactions outside our own society or legal framework. For centuries, banks have stepped into this gap and have been responsible for not only providing trust in the global financial system, but also building trust with the participants in the system. While people may not know or trust the other participant in a transaction, they will still often complete the transaction if they trust the bank. However, numerous scandals involving banks have harmed the trust not only of consumers and corporates in the banking system, but also of the regulators and politicians. The establishment of new peer-to-peer services mainly in the areas of lending, foreign exchange and payments are as much a result of a more digitalized and interconnected world as a consequence of the banking trust crisis.

Restoring Trust

The vision of Bitcoin, for example, was to deliver a currency to transact on a peer-to-peer basis, globally, without a central party like banks being involved. The digital currency itself was not the revolutionary part, it was the cryptographic protocol that allowed for each unique transaction to be externally and automatically validated by multiple independent notaries (in Bitcoin terminology so-called “Miners”) that was of most interest to the world. Cryptography validates transactions prior to execution and increases the trustworthiness of transactions for all parties involved, thereby ensuring that transactions are unique, true, performed by the real owners, irrevocable and as a consequence of these criteria, final. Each transaction is locked on a decentralized ledger called «the blockchain», which eliminates the risk of failure in a single location, since all the ledgers are mirrors of each other. Changing one ledger would therefore not result in «adjusted» truth, since all ledgers should be consistent at all times. Blockchain is, however, not the only technology and protocol to allow externally validated transactions. Solutions from the Swiss-based company Monetas, or the US-based company Ripple, do not work with blockchain, but follow a similar principle as they are also a cryptographic protocol and external validators verify each transaction. In comparison to the concept of one, multiple stored «blockchain» ledger, these alternative solutions permit transactions between accounts in different private or public ledgers. Apart from allowing interoperability between different networks and central or decentral ledger solutions, one of the reasons for these alternative solutions was to address the perceived risk regarding unauthorized access to sensitive personal data. With localized ledgers, and the Interledger Protocol, better protection of client sensitive data for a transaction can be ensured since it is only stored in controlled locations and the accountability of the data protection is clearly defined.

New Opportunities

The security and speed with which transactions are performed using blockchain and cryptography highlighted opportunities for which we are only now starting to see some of the solutions in the proof-of-concept or pilot phase. Only a few solutions are in production and none have yet reached the mass market, including Bitcoin. In banking, these solutions include transforming payments, FX derivatives, securities, and loans, and allowing the decentralized tracking of transaction statuses as in Trade Finance. Outside of banking, solutions currently focus mainly on protecting property rights like verification and history of diamond ownership, decentralized property registers to fight corruption, managing the transfer and settlement of music rights and repositories of digital keys to unlock physical assets (such as bikes, cars, houses). The list of new opportunities seems almost endless. But the solutions have one common aspect: They are all brought to market as a network and based on the collaborative efforts of different parties in the value chain.

Three Key Success Factors for Distributed Ledger Solutions

Fundamentally, blockchain is a technology as much as a network of blockchain participants. Although the technology is decentralized and not operated by a central authority, a blockchain or distributed ledger must follow common standards to operate successfully between the participants. These are relatively simple and can be defined as technical and operative standards. The most important technical standards are those which refer to the standardization of the cryptographic blockchain protocol, validation mechanisms, and the rules to calculate the «source of truth» behind a transaction. Because of the standardization of these technicalities, the solution is scalable, increases trust in the system, and is available to all.   Successful networks need not only technical standardization but also operative standards. In simple terms we talk about schemes in which operating standards and obligations between the parties are agreed on a multi-lateral basis. Even Bitcoin is a very simple scheme with clear rules and responsibilities in terms of how a Bitcoin transaction happens. Everybody can participate in Bitcoin, as long as they accept certain rules when a transaction is irrevocable, undisputable, and final. Standards alone are, however, not sufficient to guarantee the success of a network or technology. A successful network can be scaled to the number of its participants. New solutions must be able to be integrated into existing systems with minimal effort. If this is not the case, adoption will be low and participants will instead find alternative technologies and networks based on their legacy systems.

The Reality of Blockchain and Distributed Ledger Solutions

Blockchain and other similar solutions unfortunately still struggle with the three success factors mentioned above. For most solutions, increasing the reach of the solution has also been a challenge, as it can be hard to convince customers to take the risk. While it is fundamental to invest in new solutions and innovation, it can be challenging to build a business case for investment, since it will not immediately increase the customer base, reduce cost, or increase efficiency. Purely cost-saving cases will be difficult to argue as the existing systems will remain productive for a number of years. Defining where to start, who the partners will be and how to build a pilot are the next challenges. Picking the wrong partner may result in an incorrect bet on the future network. It is also important to remember that a pilot program does not address all challenges of a larger roll-out: Customer offerings, contracts and processes need adjustment, existing systems may have to be upgraded and «teething-issues» with new solutions have to be resolved. This is a growing field, so expect that technology solution providers may struggle at times to deliver on implementations if there are several ongoing at the same time.